Dauerkrisen belasten junge Menschen. Fast ein Drittel benötigt psychologische Unterstützung
Psychischer Stress, unsichere Zukunftsaussichten und wachsende Zweifel an Aufstiegschancen: die Trendstudie „Jugend in Deutschland 2026 – Zukunft unter Druck“ zeigt, wie stark Dauerkrisen junge Menschen belasten. Viele fühlen sich überfordert, politisch entfremdet – und denken sogar darüber nach, Deutschland zu verlassen.
Demnach prägen Krisen, wirtschaftliche Unsicherheit und wachsender psychischer Druck die Lebensrealität vieler junger Menschen in Deutschland. Viele fühlen sich überfordert und reagieren mit politischer Abwendung oder sogar mit Auswanderungsplänen. Besonders deutlich wird das bei der mentalen Gesundheit: 29 % der Befragten geben an, psychologische Unterstützung zu benötigen – ein neuer Höchststand. Bei jungen Frauen (34 %), Studierenden (32 %) und Erwerbslosen (42 %) liegen die Werte noch höher. Dazu kommt: 60 % der jungen Menschen zeigen eine suchtähnliche Nutzung ihres Smartphones, viele greifen bei persönlichen Problemen zudem auf KI-gestützte Beratungsangebote zurück.
Trotz der angespannten Lage bleibt die Leistungsbereitschaft hoch. Die Mehrheit der jungen Menschen ist weiterhin bereit, zu arbeiten und Verantwortung zu übernehmen. Gleichzeitig wächst jedoch die Skepsis, ob sich Leistung in Deutschland noch auszahlt. Wirtschaftliche Unsicherheiten und der Einfluss von künstlicher Intelligenz verstärken diese Wahrnehmung. In der Folge gewinnt die berufliche Ausbildung an Attraktivität.
Die Studienergebnisse basieren auf einer repräsentativen Befragung von über 2.000 Personen im Alter von 14 bis 29 Jahren, die zwischen Januar und Februar 2026 durchgeführt wurde. Sie zeichnet ein Bild einer Generation, die sich in einem anhaltenden Krisenmodus erlebt.
Quelle: Deutsches Schulportal, 3- 2026. Trendstudie „Jugend in Deutschland 2026 – Zukunft unter Druck“.
https://deutsches-schulportal.de/schule-im-umfeld/stress-schulden-unsicherheit-junge-menschen-blicken-skeptisch-in-die-zukunft/

